Sparen und WohlfühlenEnergiekosten senken durch Gebäudemodernisierung Wenn, dann richtig! Etwa drei Viertel aller Wohnungen in NRW sind vor 1984 erbaut worden. Damals hat man sich über den Energieverbrauch der Gebäude noch nicht allzu viel Gedanken gemacht. Die Folge sind sehr hohe und weiter steigende Energiekosten. Der Energieverbrauch dieser Gebäude lässt sich um 50 bis 70 Prozent reduzieren! Ein fachlich solide sanierter Altbau kann in Komfort und Energiewerten durchaus einem Neubau angeglichen werden. Wer jetzt investiert, hat viele Vorteile:
Zu oft werden ältere Häuser noch ohne wirksamen Wärmeschutz modernisiert. Die Chance zum dauerhaften Energiesparen bleibt dann ungenutzt. Was verbraucht Ihr Haus pro Jahr?Die Energiekosten steigen. Anfang 2002 kosteten 3000 Liter (33540 kWh) Heizöl noch rund 1080 EUR; im September 2005 bis zu 2250 EUR (33540 kWh Erdgas bis zu 2146 EUR). Das entspricht einer Preissteigerung von 108% in drei Jahren - Tendenz steigend! Stellen Sie sich vor, wie hoch Ihre Heizkostenrechnung in zehn Jahren sein wird!Der Verbrauch beim Auto wird in Liter/100 km angegeben; bei Gebäuden gibt man den Energieverbrauch in kWh pro m² Wohnfläche und Jahr an. Ein Liter Heizöl oder ein Kubikmeter Erdgas entsprechen etwa 10 kWh. Beispiel: Ein vor 1980 gebautes Rechnen Sie selbst! Liegt Ihr Energiekennwert über 150, dürfte sich eine Sanierung lohnen.Sanieren: Nutzen und KostenModernisieren kostet Geld! Doch wer sorgfältig plant und sein Haus insgesamt betrachtet, kann den Kosten erhebliche Einsparungen gegenüberstellen. Der Austausch des alten Heizkessels steht meist an erster Stelle.
Amortisationszeit der InvestitionGrobe Anhaltspunkte gibt die nachfolgende Übersicht:
Jedes Haus ist anders. Welche Investitionen in Ihrem Fall sinnvoll und wirtschaftlich oder welche Einschränkungen zu beachten sind, klärt eine Einzelfallberatung z. B. durch einen fachkundigen Handwerker. Wirtschaftlich und umweltfreundlich HeizenNiedertemperatur- und Brennwertheizungen haben sich als Standard durchgesetzt. Beim Sparen helfen gut isolierte Rohrleitungen, Thermostatventile, Außentemperatursteuerung und moderne Steuerungs- und Regelungstechnik. Außerdem bietet der Markt für Heizungsanlagen zahlreiche Alternativen, die auch untereinander kombiniert werden können. Pelletheizungen werden mit Holzpellets befeuert - kleinen Presslingen aus Holz. Das ist CO2-neutral und damit besonders umweltfreundlich. Solarthermische Anlagen können zur Heizungsunterstützung oder zur Warmwassererwärmung eingesetzt werden. Sie sollten auf Dächern oder Fassaden mit südlicher Orientierung montiert werden. Sie können bis zu 65% des Energiebedarfs zur Brauchwassererwärmung einsparen und verringern die Schadstoffbelastung der Umwelt. Wärmepumpen werden in der Heizungs- und Lüftungstechnik eingesetzt und nutzen die gespeicherte Sonnenwärme in Erde (Geothermie), Wasser (Grundwasser) und Luft (Umgebungsluft oder aufgeheizte Abluft in Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung). Dabei nutzt man die technischen Prinzipien der Kältetechnik, nur mit umgekehrten Vorzeichen! Doch auch modernste Heiztechnik erreicht ihren höchsten Wirkungs-grad erst in Verbindung mit einer effektiven Dämmung der Fassaden-und Dachflächen. Fenster und Türanschlüsse sind dann wind- und luftdicht auszuführen. Warme Raumluft geht so nicht mehr durch undichte Anschlüsse ins Freie. Auch der Gesetzgeber drängt zum Sparen: Seit November 2004 müssen ausnahmslos alle Heizungen die nochmals gesenkten Grenzwerte einhalten. Gegebenenfalls müssen alte Heizungen ausgetauscht werden, obwohl sie noch „funktionieren“. Fragen Sie Ihren Schornsteinfeger oder Heizungsbauer! Günstig finanzieren – Steuerbonus nutzenBeispiel einer Investitionsrechnung für ein Einfamilienhaus mit 140qm, bis 1983 gebaut:
Nutzen Sie die neuen Fördermöglichkeiten des Bundes:
Weitere Informationen über Sonderprogramme örtlicher Banken und Sparkassen und der KfW sowie Finanzierungshilfen des Landes oder der Gemeinden, z.B. für Solartechnik erhalten Sie unter:
Wie geht es weiter?Eine gute und kostengünstige Orientierung erhalten Sie mit dem „Gebäude-Check Energie“. Diese Beratung wird von uns durchgeführt und vom Land NRW gefördert. Von der BAFA staatlich anerkannte Weiterbildungsmaßnahmen wie der „Energieberater im SHK-Handwerk“ oder der „Gebäude-energieberater im Handwerk“ garantieren hochwertige Energie-analysen und Sanierungsplanungen durch den so geschulten Handwerker, der gleichzeitig auch Ihr Ansprechpartner für den Gebäudeenergiepass ist. Die passenden Handwerker finden Sie im Internet:
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